Projekte

Mobile Diagnostiksysteme für Gesellschaftskrankheiten (MEDIKIT)

Richtlinie des Freistaates Thüringen zur Förderung von Forschung, Technologie und Innovation

Förderkennzeichen: 2017 FE 9045

Projektlaufzeit: 01.04.2018 – 31.03.2021

Der Hintergrund

Gesellschaftskrankheiten wie Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind erhebliche Bedrohungen für die Gesundheit. Von 2011 bis 2016 starb jeder vierte Bürger der Europäischen Union an Krebs oder Herzkrankheiten. Eine frühzeitige und sichere Diagnose der Erkrankungen erhöht die Chancen für eine erfolgreiche Therapie dieser Erkrankungen.

Das Analysesystem

MEDIKIT ist eine mobile, dezentrale und quantitativ auswertbare Diagnostikplattform, die eine individuelle Diagnostik sowie die Erforschung von Therapiemaßnahmen ermöglicht. Dabei wird die Senova neben der Entwicklung der Analyseplattform neuartige sensitive Nachweismethoden für Markerproteine entwickeln. Diese ermöglichen im Vergleich zu bisherigen auf dem Markt platzierten Point-of-Care Tests den Nachweis von sehr geringen Konzentrationen der Biomarker. Damit wird es möglich, Krebs- oder Herzkrankheiten frühzeitig und sicher zu erkennen. Das MEDIKIT soll nach dem Projektende auf dem IVD-Markt platziert werden. Darüber hinaus verspricht die Technologie weitere sehr sensitive Nachweise für die POC Anwendung zu entwickeln.

Das Konsortium

Neben der Erarbeitung hoch sensitiver Nachweissysteme, ist die Erarbeitung von zuverlässigen und kostengünstigen Sensoren sowie von einem optimierten Liquidhandling der Proben erforderlich. Diese Komponenten ermöglichen, durch die Erarbeitung von komplexen biologisch-mikroelektronischen Sensor-Schnittstellen, die Erarbeitung der gesamten Diagnostikplattform. Darüber hinaus sollen neben den immunologischen Nachweismethoden sensitive Nachweismethoden für freie zirkulierende Tumor-DNAs auf der Plattform etabliert werden. Das Verbundprojekt führt Senova daher gemeinsam mit dem Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme (IMMS), sowie den Firmen oncgnostics GmbH  und ALS  durch.

Projektpartner:    IMMS GmbH
Ehrenbergstrasse 27
98693 Ilmenau
  ALS Automated Lab Solutions GmbH
Otto-Eppenstein-Straße 30  07745 Jena
  oncgnostics GmbH
Winzerlaer Str. 2, 07745 Jena

Das vom Freistaat Thüringen geförderte Projekt wurde durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

Up-Converting-Phosphoreszenz- (UCP) Technologie basierter Lateral-Flow-Assays zum hochsensitiven Nachweis des Cardiacmarkers proBNP (natriurietisches Peptid Typ-B) (UP-TAB)

Richtlinie des Freistaates Thüringen zur Förderung von Forschung, Technologie und Innovation

Förderkennzeichen: 2019 FE 0013

Projektlaufzeit: 01.07.2019 – 31.12.2021

Im Next-Generation-Diagnostikmarkt sollten einige fundamentale Eigenschaften von Lateral-Flow-Tests verbessert werden. Oberste Priorität sind eine Verbesserung der Präzision und der Sensitivität. Die vorhanden Up-Converting-Phosphoreszenz (UCP)-Partikel erlauben einen sehr sensitiven Nachweis im Vergleich zu herkömmlichen Fluoreszenzpartikeln. Allerdings sind die UCP-Partikel für eine Anwendung im Lateral-Flow-Format nicht einsetzbar. Im Rahmen dieses Projektes sollen UCP Partikel für das LFA Format zugänglich gemacht werden, um hoch sensitiven Nachweis von proBNT zu ermöglichen. Darüber hinaus ist es essentiell, ein geeignetes und kostengünstiges Analysesystem zu entwickeln, mit dem die Fluoreszenzintensitäten der Testlinien quantifiziert werden können. Durch Kombination der UCP Technologie und der LFA Technologie können POCT mit der Performance der Laborautomaten erhalten werden.

Der Cardiacmarker proBNP

Ein Herzfehler verursacht durch eine kardiale Dysfunktion ist eine der aktuell größten Gesundheitsprobleme mit hohen Mortalitätsraten. Der Erfolg einer Therapiemaßnahme hängt dabei maßgeblich vom Zeitpunkt der Diagnose ab. Das N-terminal Fragment des B-Type natriuretic peptide BNP (NT-proBNP) ist ein sehr zuverlässiger Biomarker für die Diagnose eines Herzfehlers.  Aktuell werden hauptsächlich zwei Methoden zur Bestimmung der NT-proBNT Konzentration verwendet. Ein Elektrochemilumineszenz basierendes Laborgerät von Roche (Elecsys® NT-proBNP II) und ein vollautomatisierter Biochchemie basierender Analyzer (Dade-Behring Dimension RXL). Beide bestimmen das NT-proBNT zuverlässig mit Assayzeiten von ~2 h. POCT Methoden sind ebenso im Markt erhältlich, wobei verschiedenste Technologien wie Lateral Flow Assays, mikrofluidische Systeme oder Turbidimetrie eingesetzt wird. Der Nachweis erfolgt zeitnah, aber die Sensitivität ist sehr gering, was zu falsch negativen Ergebnissen führt.

Das vom Freistaat Thüringen geförderte Projekt wurde durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

Entwicklung von nanoporösen, semipermeablen Mikrokapseln für den Einsatz in immunologischen Assays

Richtlinie des Freistaates Thüringen zur Förderung von Forschung, Technologie und Innovation

Förderkennzeichen: 2019 IDS 0066

Projektlaufzeit: 23.09.2019 – 30.11.2019

Hintergrund

Das Prinzip der Kompartimentierung von Reaktionsräumen wird heute in weiten Bereichen der Forschung erfolgreich genutzt und zeigt neue Wege für die Entwicklung biotechnologischer Verfahren. Während die Kompartimentierung zumeist zur Lösung von Forschungs- und Entwicklungsfragen beiträgt, müssen die weitreichenden Potenziale für die biobasierte Produktion erst noch erschlossen werden. Durch Übertragung des Kompartimentierungs-Prinzips auf Produktions- und Produktionsnahe Systeme können einerseits Forschungsergebnisse in Anwendungen überführt und andererseits neue effiziente Bioprozesse möglich werden. In einem zukünftigen Forschungsprojekt möchte Senova dieses Konzept für die erstmalige Kompartimentierung von Antikörpern in semipermeable Mikrokapseln umsetzen und deren Anwendungspotenzial am Beispiel des Aufbaus einer neuartigen Plattform für die Immundiagnostik zeigen. Da Antikörper eine qualitäts- und kostenbestimmende Rolle bei der Mehrheit der technologischen und analytischen Verfahren spielen, wäre es von großer Bedeutung, sie ohne sekundäre Modifikation, in der nach ihrer Herstellung bestehenden Funktionalität einsetzen zu können. In den nanoporösen Mikrokapseln muss dazu ein Raum geschaffen werden, in dem die nativen Antikörper bei unbeeinträchtigter Funktionsfähigkeit, kompartimentiert vom umgebenden Medium, mit Antigenen, die die Kapselwand frei passieren können, reagieren. In Vorbereitung auf ein solches Projekt und zu dessen Realisierung wurde anhand der vorgelegten Durchführbarkeitsstudie durch eine SWOT-Analyse sowie Kosten-Nutzen-Abschätzung die Entscheidungsfindung einer möglichen Projektumsetzung unterstützt.

Das Projekt

Ziel des Projektes ist die erstmalige Kompartimentierung nativer Antikörper in semipermeable Mikrokapseln und der Nachweis ihres Anwendungspotenzials am Beispiel des Aufbaus einer neuartigen Plattform für leistungsstarke, stark vereinfacht ablaufende Immunoassays. Das erfordert die Entwicklung die Herstellung von nanoporösen und semipermeablen Mikrokapseln als Mikrokompartimente, die ein molekulargewichtselektierendes Permeabilitätsverhalten aufweisen sollen. Mittels der Layer-by-Layer-Technologie sollen nanoporöse Polyelektrolyt-Mikrokapseln (NAPOM) entwickelt werden, die die funktionsgerechte Präsentation unmodifizierter Antikörper für biotechnologische und analytische Verfahren erlauben, ohne deren Reaktionsfähigkeit zu beeinflussen. Die Leistungsfähigkeit und Variabilität der Einsatzmöglichkeit von mikrokompartimentierten Antikörpern als Plattform für kompetitive Fluoreszenz-Immunoassays sollen im Forschungsvorhaben am Beispiel der Biomarker Progesteron und SDMA gezeigt werden.

Das vom Freistaat Thüringen geförderte Projekt wurde durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

Projekttitel: Intensivberatung und Prozessbegleitung durch Unternehmensberater/in

Richtlinie des Freistaates Thüringen zur Förderung von Forschung, Technologie und Innovation

Projekt-Nr.: BUB 190509

Projektlaufzeit: 29.11.2019 bis 31.03.2020

Projektbeschreibung:

Gemäß der Beratungsrichtlinie des Freistaates Thüringen erhält das Unternehmen eine Förderung zur Steigerung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit durch Beratung von selbständigen Unternehmensberatern – Intensivberatung und Prozessbegleitung. Die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen werden in einem Beraterbericht festgehalten. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und aus Landesmitteln des Freistaats Thüringen.

Das vom Freistaat Thüringen geförderte Projekt wurde durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.